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Glossar

Hier finden Sie wichtige Begriffserklärungen in alphabetischer Sortierung.

 Abriebfestigkeit
Maß für die mechanische Belastbarkeit eines Schutzhandschuhs gemäß EN 388. Die Prüfmuster des Handschuhmaterials werden bei festgelegtem Druck mit einer zyklisch gleichmäßigen Bewegung abgerieben. Je nach Anzahl der Zyklen, denen das Material standgehalten hat, wird der Schutzhandschuh einer Leistungsstufe zwischen 1 und 4 zugeordnet. Stufe 1 entspricht einer vergleichsweise geringen, Stufe 4 einer sehr hohen Abriebfestigkeit (s. a.  Rubrik: Grundwissen - Grundlagen - "Mechanische Beständigkeit von Schutzhandschuhen"). Falls der Schutzhandschuh die Mindestanforderungen an die Abriebfestigkeit nicht erfüllt, wird hierfür die Ziffer 0 angegeben.
 Absorption
Als Absorption wird die Aufnahme eines Stoffes in einen anderen bezeichnet, ohne dass eine chemische Reaktion stattfindet. Ein Atom, Molekül oder Ion wird dabei in einer anderen Phase aufgenommen. Chemikalienschutzhandschuhe können beispielsweise Lösemittel, gegen die sie schützen sollen, absorbieren, indem diese in das Handschuhmaterial eingelagert werden.
 Akutes Kontaktekzem (toxisch-irritatives Ekzem)
Hauterkrankung, die durch Einwirkung von sofort reizenden (primär irritierenden) Einwirkungen entsteht. Hierzu gehören beispielsweise alkalische Verbindungen, Säuren, organische Lösemittel und Kaltreiniger aber auch mechanische Reizungen sowie Wärme und UV-Strahlen. Das akute Kontaktekzem entwickelt sich obligat bei jedem Menschen, sofern die Konzentration bzw. Dosis der irritierenden Einwirkungen hoch genug ist.
 Allergen
Stoff, der eine Allergie auslösen kann. Sowohl Chemikaliengemische, als auch Hautcremes und Schutzhandschuhe können Allergene enthalten. Zum Beispiel Duftstoffe und Konservierungsstoffe können als Allergene wirken. Nicht alle Hersteller geben an, ob Allergene in Ihren Produkten enthalten sind. Sofern in einem Betrieb Mitarbeiter unter einer Allergie leiden, sollten die Hersteller gezielt daraufhin angesprochen werden, welche Produkte empfohlen werden können.
 Allergie
Eine fehlgeleitete Überreaktion des Immunsystems. Die Allergie wird durch den Kontakt des Organismus mit einem Allergen hervorgerufen. Das Immunsystem überprüft eine unbekannte Substanz und stuft sie irrtümlich als gefährlich ein. Dann entwickelt es Abwehrstoffe für den nächsten Angriff. Diesen Vorgang bezeichnet man auch als Sensibilisierung (s.a. Eintrag: Sensibilisierend). Der Stoff, der die Allergie auslöst, wird Allergen genannt.
 Allergisches Kontaktekzem
Hauterkrankung (Ekzem), die durch eine Reaktion der Haut auf ein Allergen entsteht. Es kann nicht vorausgesagt werden, welche Personen auf welche Substanzen allergisch reagieren. Eine allergische Reaktion kann auch erst nach Jahren durch wiederholten Kontakt auftreten.
 AQL
Der Acceptable Quality Level (AQL) ist ein Begriff aus dem Bereich des Qualitätsmanagements. Er beschreibt einen nach Normen vorgeschriebenen durchschnittlichen Qualitätslevel - eine statistische Norm, die von Industrieverbänden, Kunden und Herstellern definiert wurde. Je niedriger der AQL ist, desto beständiger ist die Produktqualität.
 Arbeitsmedizinische Vorsorge
Die arbeitsmedizinische Vorsorge ist seit Dezember 2008 in der Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV) geregelt, die zuletzt im Oktober 2013 aktualisiert wurde. Der Arbeitgeber muss die Vorsorge auf seine Kosten in bestimmten Bereichen durchführen lassen oder anbieten.  Beispielsweise muss der Arbeitgeber bei Feuchtarbeiten von täglich mehr als zwei Stunden eine Angebotsvorsorge ermöglichen. Pflichtvorsorge muss bei regelmäßiger Feuchtarbeit von mehr als vier Stunden pro Tag durchgeführt werden.
 Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG)
Gesetz über die Durchführung von Maßnahmen des Arbeitsschutzes zur Verbesserung der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes der Beschäftigten bei der Arbeit. Das Gesetz regelt die grundlegenden Arbeitsschutzpflichten des Arbeitgebers, die Rechte und Pflichten der Beschäftigten sowie die Überwachung des Arbeitsschutzes. Es setzt europäische Richtlinien (z. B. die Rahmenrichtlinie Arbeitsschutz 89/391/EWG) in deutsches Recht um.
 Arbeitssicherheitsgesetz (ASiG)
Gesetz über Betriebsärzte, Sicherheitsingenieure und andere Fachkräfte für Arbeitssicherheit. Zentrales Gesetz, das die sicherheitstechnische und arbeitsmedizinische Betreuung der Arbeitnehmer im Betrieb regelt. Hierzu gehört die Beauftragung von Betriebsärzten und Fachkräften für Arbeitssicherheit.
 Arbeitsverfahren
Gesamtheit der Tätigkeiten von Beschäftigten zur Erzielung eines bestimmten Arbeitsergebnisses.
 Atopie
Atopie ist eine Überempfindlichkeit von Haut und Schleimhäuten gegen Stoffe. Sie steht in Verbindung mit einer erhöhten Abwehrbereitschaft/Antikörperbildung. Mitarbeiter mit einer Atopie oder anderen bestehenden Vorerkrankungen sollten sich vorbeugend vom Hautarzt oder Betriebsarzt beraten lassen.
 Ätzend
Nach GHS bzw. der CLP-Verordnung EG Nr. 1272/2008 werden Stoffe und Gemische, die auf Metall korrosiv, hautätzend und /oder schwer augenschädigend wirken, mit dem Piktogramm GHS05 gekennzeichnet.
 Ausrufezeichen
Nach GHS bzw. der CLP-Verordnung EG Nr. 1272/2008 werden u. a. Stoffe und Gemische, die die Haut, Augen oder Atemwege reizen, mit dem Piktogramm GHS07 gekennzeichnet.