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Schutzhandschuhe

Geeignete Schutzhandschuhe zu tragen gehört zu den wichtigsten Maßnahmen bei hautgefährdenden Tätigkeiten.

1. Schutzhandschuhe schützen

Mehr als ein Drittel aller Unfälle am Arbeitsplatz führt zu einer Handverletzung. Die Mehrzahl der Verletzungen sind mechanischer Art, also Risse, Schnitte, Stiche und Quetschungen. Auch Verbrennungen sowie Verletzungen infolge chemischer Einwirkungen treten häufig auf. Daneben können Strahlung und mikrobiologische Kontamination zu Hautschädigungen bzw. Infektionen führen. Es gibt daher ein sehr breites Angebot an Schutzhandschuhen, die gegen unterschiedliche Risiken schützen.

Die Schutzwirkung hängt vom Material, der Bauart des Handschuhs und bei Gefahrstoffen auch von der Kontaktzeit ab. Deshalb müssen sie nach gewisser Nutzungsdauer ausgetauscht werden. Ungeeignete Handschuhe stellen eine Gefahr dar. Sie verleiten zu einem sorglosen Umgang mit den Arbeitsstoffen, bieten aber keinen ausreichenden Schutz.

 

Gebot SchutzhandschuheSchutzhandschuhe müssen in Bereichen benutzt werden, die mit dem Gebotsschild "Schutzhandschuhe tragen" gekennzeichnet sind. In der Betriebsanweisung finden Sie Hinweise dazu, welche Schutzhandschuhe für Ihre Tätigkeiten geeignet sind.

 

Verbot SchutzhandschuheWICHTIG: Besteht die Gefahr, von rotierenden Maschinenteilen erfasst zu werden, z. B. an Bohr-, Fräs- oder Drehmaschinen, ist der Einsatz von Schutzhandschuhen verboten.

 

2. Einsatz von Schutzhandschuhen

Es gibt keinen "Universal-Handschuh", der gegen alles schützt! Piktogramme auf den Handschuhen informieren darüber, gegen welche Gefährdungen sie jeweils schützen. In  den Mitgliedsunternehmen der BG ETEM werden in der Regel Schutzhandschuhe gegen folgende Gefährdungen verwendet:

  • chemische Gefährdungen
  • Wasser und geringe chemische Gefährdungen
  • biologische Gefährdungen
  • mechanische Gefährdungen
  • elektrische Gefährdungen
  • Gefährdungen durch Hitze oder Flammen.

 

Darüber hinaus müssen den Handschuhen Gebrauchsinformationen mit Hinweisen zu Lagerung, Transport, Reinigung, Handhabung und Entsorgung beigefügt werden. Der Gesetzgeber hat hierfür in der Norm EN 420 die korrekte Kennzeichnung auf Schutzhandschuhen definiert.

3. Auswahl von Schutzhandschuhen

Die Auswahl der richtigen Schutzhandschuhe erfolgt nach der Beurteilung hautgefährdender Tätigkeiten.

 

Risiken für die Hände durch äußere Einwirkungen

Risiken für die HändeUrsachen und Art der RisikenBei der Auswahl bzw. Verwendung der Schutzhandschuhe in Bezug auf Sicherheit zu beachtende Faktoren
Allgemeine Einwirkungen – durch Kontakt, Beanspruchung durch Verwendung – Abdeckung der Hand, Reißfestigkeit, Dehnung und Abriebfestigkeit
Mechanische Einwirkungen – durch Strahlmittel, spitze und scharfe Gegenstände
– Anstoßen
– Widerstand gegen Durchdringungen, Durchstich- und Schnittfestigkeit, Polsterung
Thermische Einwirkungen – Heiße bzw. kalte Materialien, Umgebungstemperatur
– Kontakt mit offenen Flammen
– Strahlungswärme
– Wärme- bzw. Kälteisolierung, Erhaltung der Schutzfunktion
– Schwerentflammbarkeit, Beständigkeit bei Kontakt mit offener Flamme
– Schutz vor und Beständigkeit gegenüber Strahlung und Spritzern schmelzenden Metalls
Einwirkung durch Elektrizität – Elektrischer Strom – Elektrische Isolierung
Chemische Einwirkungen – Hautkontakt – Dichtheit, Beständigkeit
Einwirkung von Vibration – Mechanische Schwingungen – Vibrationsdämpfung
Kontamination – Kontakt mit radioaktiven Stoffen – Dichtheit, Dekontaminierbarkeit, Beständigkeit
Einwirkung von Mikroorganismen
– Kontakt mit Mikroorganismen

– Dichtheit, Dehnung, Reißfestigkeit, Beständigkeit, Dekontaminierbarkeit

 

Risiken für den Träger der Schutzhandschuhe

Risiken für die HändeUrsachen und Art der RisikenBei der Auswahl bzw. Verwendung der Schutzhandschuhe in Bezug auf Sicherheit zu beachtende Faktoren
Belastung des Trägers Behinderung bei der Arbeit Unzulänglicher Tragekomfort Ergonomische Gestaltung, Maße, Maßänderung, Flächengewicht, Tragekomfort, Wasserdampfdurchlässigkeit
Gesundheits- und Unfallrisiken

Schlechte Hautverträglichkeit

Mangel an Hygiene

Erfasst werden durch Teile

Materialeigenschaften, Pflegeeigenschaften, Passform, äußere Gestaltung

 

Risiken durch ungenügende Schutzwirkung

Risiken für die HändeUrsachen und Art der RisikenBei der Auswahl bzw. Verwendung der Schutzhandschuhe in Bezug auf Sicherheit zu beachtende Faktoren
Ungenügende Schutzwirkung – falsche Auswahl der Schutzhandschuhe – Auswahl der Schutzhandschuhe entsprechend der Art und Höhe der Risiken und der betrieblichen Beanspruchung
– Beachtung der Herstellerinformation (Gebrauchsanleitung)
– Beachtung der Kennzeichnung der Schutzhandschuhe (z. B. Leistungsstufen, Kennzeichen für spezielle Einsatzbereiche)
– Auswahl der Ausrüstung unter Beachtung individueller Faktoren des Trägers
– Falsche Anwendung der Schutzhandschuhe – sachgerechte und risikobewusste Benutzung der Ausrüstung
– Beachtung der Herstellerinformation
– Verschmutzung, Abnutzung oder Beschädigung der Schutzhandschuhe
– Reinigung
– Alterung
– Erhaltung der Gebrauchstauglichkeit
– regelmäßige Kontrolle
– rechtzeitiger Ersatz
– Beachtung der Herstellerinformation
– Erhaltung der Abmessungen

Kennzeichnung von Schutzhandschuhen

Piktogramme sind auf dem Handschuh oder auf der kleinsten Verpackung angegeben, damit sofort erkennbar ist, gegen welche Einwirkung der Schutzhandschuh schützen soll. Auf dem Piktogramm muss ggf. auch die Leistungsstufe angegeben sein. Die folgenden gemäß den europäischen Normen definierten Piktogramme können Ihnen bei der Einschätzung des Leistungsverhaltens eines Handschuhs behilflich sein:

EN 420 ALLGEMEINE ANFORDERUNGEN UND PRÜFVERAHREN

 

EN420Diese Norm legt die allgemeinen Anforderungen für alle Arten von Schutzhandschuhen fest. Sie umfasst Angaben zu Gestaltung, Konstruktion, Konfektionierung, Tragekomfort, Unschädlichkeit des Schutzhandschuhs, Kennzeichnung und Lagerung.

Das Piktogramm gibt an, dass eine Gebrauchsanweisung beiliegt  und deutet an, dass zur Schutzwirkung des Verbrauchers das Lesen weiterer Produktinformationen notwendig ist.

 

EN ISO 374-1:2016 SCHUTZHANDSCHUHE GEGEN CHEMISCHE RISIKEN


Chemikalienschutzhandschuhe werden laut der neuen EN ISO 374-1:2016 jetzt in drei Typen (A, B und C) eingeteilt. Die Klassifizierung erfolgt anhand von drei Prüfverfahren:

  • Bestimmung des Widerstandes gegen Penetration (Durchdringung) nach Norm EN 374-2:2014 (Luft-Leck- und Wasser-Leck-Prüfung)
    Penetration: bezeichnet das Eindringen der Prüfchemikalie durch Porösität wie Nähte oder andere Schadstellen in einen Schutzhandschuh. 
  • Bestimmung des Widerstandes gegen Permeation (Durchbruchzeit) nach Norm EN 16523-1:2015, ersetzt die Norm EN 374-3.
    Permeation: ist die Durchbruchzeit, die eine gefährliche Flüssigkeit benötigt, um das Handschuhmaterial zu durchdringen.
  • Bestimmung der Degradation (Materialveränderung) nach Norm  EN 374-4:2013 (Tabelle: Liste der definierten Prüfchemikalien)
    Degradation: bedeutet eine Verringerung/Verschlechterung von Materialeigenschaften bei Chemikalienschutzhandschuhen durch Gefahrstoffeinwirkung.

 

EN374-1-TypA

Typ A: Schutz gegen Penetration nach EN 374-2:2014
Mindestdurchbruchzeit ≥ 30 min für mindestens 6 Chemikalien aus der Liste der festgelegten Prüfchemikalien gemäß EN374-4:2013 (Tabelle: Liste der definierten Prüfchemikalien)

 Beispiel: Beständig gegen 6 Prüfchemikalien gemäß EN 374-2:2014 

 

EN374-1-TypB

Typ B: Schutz gegen Penetration nach EN 374-2:2014
Mindestdurchbruchzeit ≥ 30 min für mindestens 3 Chemikalien aus der Liste der festgelegten Prüfchemikalien gemäß EN374-4:2013 (Tabelle: Liste der definierten Prüfchemikalien)

Beispiel: Beständig gegen 3 Prüfchemikalien gemäß EN 374-2:2014 

 

EN374-1-TypC

Typ C: Schutz gegen Penetration nach EN 374-2:2014
Mindestdurchbruchzeit ≥ 10 min für mindestens 1 Chemikalie aus der Liste der festgelegten Prüfchemikalien gemäß EN374-4:2013 (Tabelle: Liste der definierten Prüfchemikalien)

 

Tabelle: Liste der definierten Prüfchemikalien 

CodebuchstabeChemikalieCAS- NummerStoffklasse
A Methanol 67-56-1 Primäralkohole
B Aceton 67-64-1 Ketone
C Acetonitril 75-05-8 Nitrilverbindungen
D Dichlormethan 75-09-2 Chlorkohlenwasserstoffe
E Schwefelkohlenstoff (Kohlenstoffdisulfid) 75-15-0 Schwefel mit Anteilen organischer Verbindungen
F Toluol 108-88-3 Aromatische Kohlenwasserstoffe
G Diethylamin 109-89-7 Amine
H Tetrahydrofuran 109-99-9 Heterozyklische und Ätherverbindungen
I Essigsäureethylester (Ethylacetat) 141-78-6 Ester
J n-Heptan 142-82-5 Aliphatische Kohlenwasserstoffe
K Natriumhydroxid 40 % 1310-73-2 Anorganische Basen
L Schwefelsäure 96 % 7664-93-9 Anorganische Mineralsäuren, oxidierend
M Salpetersäure 65 % 7697-37-2 Anorganische Mineralsäure, oxidierend
N Essigsäure 99 % 64-19-7 Organische Säuren
O Ammoniak 25 % 1336-21-6 Organische Basen
P Wasserstoffperoxid 30 % 7722-84-1 Peroxide
S Flusssäure 40 % 7664-39-3 Anorganische Mineralsäuren
T Formaldehyd 37 % 50-00-0 Aldehyde

 

EN ISO 374-5:2016 SCHUTZHANDSCHUHE GEGEN CHEMIKALIEN UND MIKROORGANISMEN

 

Schutzhandschuhe gegen Mikroorganismen werden durch folgende Prüfverfahren klassifiziert:

 

EN374-5Handschuhe zum Schutz vor Bakterien und Pilzen
Der Schutzhandschuh muss den Penetrationstest gemäß EN 374-2:2014 bestehen und die Anforderungen gemäß EN 420 erfüllen.

 

 

EN374-5-Virus

Handschuhe zum Schutz vor Bakterien, Pilzen und Viren
Der Schutzhandschuh muss den Penetrationstest gemäß EN 374-2:2014 und den Bakteriophagen-Penetrationstest gemäß ISO 16604:2004 (Verfahren B) bestehen, um den ergänzenden Schutz gegen Viren zu gewährleisten, sowie die Anforderungen gemäß EN 420 erfüllen.


EN ISO 388:2016 SCHUTZHANDSCHUHE GEGEN MECHANISCHE RISIKEN

 

Die Norm legt Anforderungen, Prüfverfahren, Kennzeichnung und Herstellerinformationen gegen vier mechanische Gefahren fest: Abrieb, Schnitt, Weiterreißen und Durchstich. (Siehe Tabelle Leistungsbewertung) Optional können die Schnittfestigkeit nach ISO 13997 und der Schutz gegen Stoßeinwirkungen gemäß EN 13594:2015 ausgewiesen werden.

 

EN388          

 

 Hinweis:

Je höher die Ziffer, desto besser das Prüfergebnis.

(P) steht für „Pass” (Bestanden) und wird nur dann ausgewiesen, wenn der Handschuh den Test besteht.

X steht für „Nicht geprüft” oder „Test nicht anwendbar.”

 

 

 

 
 

Tabelle Leistungsbewertung

Prüfung nach EN 388Level 1Level 2Level 3Level 4Level 5
Abriebfestigkeit (Zyklen) 100 500 2000 8000 -
Schnittfestigkeit – Coup-Test (Index) 1,2 2,5 5,0 10,0 20,0
Weiterreißfestigkeit (Newton) 10 25 50 75 -
Durchstichfestigkeit (Newton) 20 60 100 150 -
Prüfung nach ISO 13997Level ALevel BLevel CLevel DLevel ELevel F
Schnittfestigkeit (Newton) 2 5 10 15 22 30

 

EN 407 SCHUTZHANDSCHUHE GEGEN THERMISCHE RISIKEN (HITZE/FEUER)

 

Im Piktogramm sind sechs Leistungsindikatoren ausgewiesen, welche die Art und den Grad der Schutzfunktion des Handschuhs definieren. Hitzeschutzhandschuhe  müssen  wie  alle  Schutzhandschuhe zunächst den Anforderungen der EN 420 entsprechen.

 

EN407

 

 Hinweis:

Je höher die Ziffer, desto besser das Prüfergebnis.

X steht für „Nicht geprüft” oder „Test nicht anwendbar.”

 

 

 

 

EN 16350:2014 SCHUTZHANDSCHUHE GEGEN ELEKTROSTATISCHE RISIKEN

 

Die neue Norm EN 16350:2014 legt die Prüfbedingungen und Mindestanforderungen für die elektrostatischen Eigenschaften von Schutzhandschuhen fest:

  • Der Durchgangswiderstand muss geringer als 100 Megaohm sein (Rv < 1,0 × 108 Ω).
  • Der Durchgangswiderstand Rv wird nach DIN EN 1149-2:1997 geprüft.
  • Das Prüfklima zur Festlegung des Durchgangswiderstands muss sich zusammensetzen aus einer Lufttemperatur von 23 ± 1 °C und einer relativen Luftfeuchte von 25 ± 5 %.  
  • Fünf Probemessungen müssen jeweils den Grenzwert einhalten.


Bislang war ein Grenzwert für den Durchgangswiderstand in der DIN EN 1149, welche nur das Testverfahren beschreibt, nicht enthalten. Erfolgreich geprüfte Schutzhandschuhe nach DIN EN 16350:2014, können in brans- und expolosionsgefährdeten Arbeitsbereichen sowie für alle Anwendungen des ESD-Produktschutzes (elektrostatische Entladung) eingesetzt werden.

EN 60903 SCHUTZHANDSCHUHE FÜR ARBEITEN UNTER ELEKTRISCHER SPANNUNG

 

Elektrisch isolierende Handschuhe nach DIN EN 60903 bieten Anwendern Schutz vor Stromschlägen bei Arbeiten unter elektrischer Spannung.

Je nach Nutzspannung stehen sechs verschiedene Handschuhklassen  Klasse 00 (bis 500 V Wechselspannung) und Klasse 0 (bis 1000 V Wechselspannung) zur Verfügung.

Tabelle: Handschuhklassen

HandschuhklasseMaximale Nutzspannung (V/AC)AC-Prüfspannungstest (V/AC)Einzelwandstärke (mm)
00 ≤ 500 2500 0,5
0 ≤ 1000 5000 1,0
1 ≤ 7500 10000 1,5
2 ≤ 17000 20000 2,3
3 ≤ 26500 30000 2,9
4 ≤ 36000 40000 3,6


Die Handschuhe müssen vor jedem Gebrauch auf augenfällige Mängel geprüft werden. Darüber hinaus müssen isolierende Elektroschutzhandschuhe der Klasse 1–4 halbjährlich einer Wiederholungsprüfung unterzogen werden, um die Einhaltung der vorgegebenen Grenzwerte zu gewährleisten.

Zusätzlich zum Bildzeichen, Herstellerangaben, Klasse, Größe und Herstellungsdatum kann noch die Kategorie gekennzeichnet sein.

Tabelle: Kategorien

KategorieZusatzanforderung
H Säurefestigkeit
A Ölfestigkeit
Z Ozonfestigkeit
C Festigkeit gegen Tieftemperaturen
R Obige Kategorien H + A + Z


Bei Tätigkeiten mit einer sehr hohen mechanischen Beanspruchung, können mehrschichtige Handschuhe (Isoliereigenschaften kombiniert mit mechanischen Eigenschaften von Lederhandschuhen) verwendet werden. Diese müssen entsprechend gekennzeichnet sein.

 

 

Allgemeines zur Anwendung von Schutzhandschuhen

  • Schutzhandschuhe sind Bestandteil der persönlichen Schutzausrüstung (PSA)
  • Schutzhandschuhe sind bestimmungsgemäß zu benutzen und dürfen keinen Einflüssen ausgesetzt werden, die ihren sicheren Zustand beeinträchtigen können. Solche Einflüsse sind z. B. Chemikalien, für die sie nicht geeignet sind. Dies betrifft auch die Lagerung und Aufbewahrung.
  • Die sogenannte "Durchbruchzeit" bezogen auf den jeweiligen Gefahrstoff ist von großer Bedeutung für die Auswahl wie auch die Anwendung des Handschuhs. Sie gibt die Zeitspanne an vom ersten Kontakt mit der entsprechenden Prüfchemikalie bis zum Zeitpunkt, an dem die Chemikalie den Handschuh sozusagen durchwandert hat, der Handschuh also keinen ausreichenden Schutz mehr bietet. Dabei ist zu berücksichtigen, dass Chemikalien auch nach dem Tragen noch auf den Handschuh einwirken können. Ein regelmäßiger Austausch ist daher unumgänglich, auch wenn noch keine äußerlichen Schäden erkennbar sind.
  • Schutzhandschuhe sind vor jeder Benutzung auf Beschädigungen (Risse, Löcher, ggf. defekte Schließelemente) zu prüfen. Ist die Schutzwirkung beeinträchtigt, müssen sie ersetzt werden.
  • Schutzhandschuhe sind in regelmäßigen Abständen zu reinigen. Durch Reinigung darf die Schutzwirkung nicht herabgesetzt werden.
  • Schutzhandschuhe vor dem Ausziehen reinigen und nach Gebrauch austrocknen lassen. Dafür eignen sich am besten Handschuhständer.
  • Ein Paar Schutzhandschuhe dürfen nicht wechselweise von mehreren Mitarbeitern getragen werden.
  • Schutzhandschuhe können Materialien enthalten, die Allergien verursachen können. Zu den bekannten Allergenen gehören zum Beispiel:

    – Thiurame,
    – Carbamate,
    – Benzothiazol,
    – Thioharnstoffe,
    – Latex,
    – Handschuhpuder.

  • Nach der Verwendung von Schutzhandschuhen die Hände mit milden Hautreinigungsmitteln waschen und Hautpflegemittel anwenden.


Hand- und Handschuhgröße

Um optimale Funktion zu gewährleisten, müssen die Handschuhgrößen den Handgrößen angepasst sein.

Handmaße

Handgröße67891011
Handumfang (mm) 152 178 203 229 254 279
Handlänge (mm) 160 171 182 192 204 215

 

Handschuhgrößepassend für HandgrößeMindestlänge
6 6 220 mm
7 7 230 mm
8 8 240 mm
9 9 250 mm
10 10 260 mm
11 11 270 mm

Schutzhandschuhe richtig ausziehen

Beim Ausziehen kontaminierter Schutzhandschuhe ist das Berühren der Handschuhaußenfläche mit der ungeschützten Hand zu vermeiden.

Schutzhandschuhe richtig ausziehen