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Hautschutzmittel

Hautschutzmittel können den Kontakt zwischen Haut und auf sie einwirkende Schadstoffe verhindern oder vermindern und unterstützen so die natürliche Barrierefunktion der Haut.

Vorbeugender Hautschutz mit Hautschutzmitteln

Bitte beachten Sie: Geeignet sind nur Hautschutzmittel, die als solche definiert sind und für die ein Wirksamkeitsnachweis nach einem dafür etablierten Testverfahren erbracht wurde. Die Wirksamkeit sollte mindestens mit dem BUS-Modell oder einem 3D-Hautkultur-Modell getestet sein.

Hautschutzmittel sind Bestandteil der persönlichen Schutzausrüstung (PSA). Sie stärken die Barrierefunktion der Haut und erleichtern zudem oftmals auch deren Reinigung, wodurch häufig auf z. B. abrasive, reibemittelhaltige Reiniger verzichtet werden kann.

Auswahl von Hautschutzmitteln

Bei der Auswahl von Hautschutzmitteln muss darauf geachtet werden, dass das jeweilige Produkt auch tatsächlich vor den bei den Tätigkeiten auftretenden Gefährdungen schützt. Im Zweifelsfall sind geeignete  Schutzhandschuhe zu bevorzugen.
Hautschutzmittel werden zumeist eingeteilt nach ihrer Wirkung

  • gegen wässrige Arbeitsstoffe (beim Umgang mit z. B. Wasser, Alkoholen, Lebensmitteln, Desinfektionsmitteln, Lösemitteln, Spül- und Waschmitteln),
  • gegen wasserunlösliche Arbeitsstoffe (beim Umgang mit z. B. Metallstäuben, Altölen, Klebern, Teer, Harzen, Lacken, Farben, Ölen, Schmierfetten, Graphit, Kühlschmierstoffen),
  • bei wechselnden Arbeitsstoffen,
  • beim Arbeiten mit Handschuhen.

Daneben gibt es zum Teil auch spezielle Präparate für fingerabdruckfereies Arbeiten.

HINWEIS: Sollten Sie bei Ihrer Produktrecherche unter "Hautschutzmittel finden" keine spezifische Gefahrstoffauswahl treffen können, lassen Sie das Feld frei, Sie erhalten dann eine Liste mit Produkten für wechselnde Arbeitsstoffe.

Die meisten Hautschutzmittel werden als Kosmetika eingestuft und unterliegen somit der Kosmetikverordnung (EG 1223/2009). Hersteller müssen demnach alle Inhaltsstoffe auflisten. Unter anderem können Duftstoffe, Parfüme und Konservierungsmittel Irritations- und Allergiepotentiale aufweisen, die bei der Auswahl zu berücksichtigen sind.

Ein Hautschutzmittel kann mehrere Duftstoffe beinhalten, die mit der Sammelbezeichnung "Parfüm" deklariert sind. Allerdings können gegen verschiedene Duftstoffe Allergien entwickelt werden. Derzeit 26 Duftstoffe mit besonders hohem allergischen Potential müssen namentlich gekennzeichnet werden:

ALPHA-ISOMETHL IONONE COUMARIN
AMYL CINNAMAL EUGENOL
AMYL CINNAMYL ALCOHOL EVERINA FURFURACEA EXTRACT
ANISE ALCOHOL EVERINA PRUNASTRI EXTRACT
BENZYL BENZOATE FARNESOL
BENZYL ALCOHOL GERANIOL
BENZYL CINNAMATE HEXYL CINNAMAL
BENZYL SALICYLATE HYDROXYCITRONELLAL
BUTYLPHENYL METHYLPROPIONAL HYDROXYISOHEXYL-3-CYCLOHEXENE CARBOXALDEHYDE
CINNAMAL ISOEUGENOL
CINNAMYL ALCOHOL LIMONENE
CITRAL LINALOOL
CITRONELLOL METHYL-2-OCTYNOATE

Richtige Anwendung von Hautschutzmitteln

  • Vor der Anwendung Hände waschen und Uhren, Ringe und Armbänder ablegen.
  • Hautschutzmittel sollen aus hygienischen Gründen nur aus Spendern oder Tuben entnommen werden, nicht aus Eimern, Dosen oder Tiegeln.
  • Wiederholen Sie das Eincremen regelmäßig, insbesondere wenn Sie während Ihrer Arbeit zwischendurch die Hände waschen.
  • Reinigen Sie Ihre Hände nach Abschluss Ihrer Arbeit gründlich. Es empfiehlt sich, danach eine Hautpflegecreme aufzutragen.
  • Ablaufdatum  Nach Ablauf des laut Kosmetikverordnung anzugebenden Mindesthaltbarkeitsdatums sollte das Produkt baldmöglichst nicht mehr verwendet werden. Oft wird auch die "Haltbarkeit nach dem Öffnen" in Monaten in Form eines Symboles angegeben.

 

Anwendung Hautschutzmittel